Stellungnahme zur Rezension von "golderstett" durch das Haus der Familie:
1. Sie haben im Anmeldeformular unterschrieben, dass Sie, auch bei medizinisch begründeten Fehlzeiten, eine Rechnung von uns erhalten. Es stand Ihnen frei, dies nicht zu unterschreiben und an einem Geburtsvorbereitungskurs in einer anderen Einrichtung teilzunehmen.
2. Es ist zudem bedauerlich, dass Ihre Krankenkasse sich nicht zuständig fühlt. Es ist deren Aufgabe, Ihnen die Kosten zu erstatten.
3. Wir sind zwar ein gemeinnütziger Verein, müssen uns jedoch überwiegend, genau zu 65 %, selbst finanzieren. Da wir alle Teilnehmer gleich behandeln, müssten wir grundsätzlich bei Krankheit die Kursgebühren (auch anteilig) erstatten, auch z.B. bei Koch- oder Eltern-Kind-Kursen. Es ist nachvollziehbar, dass dies ein großes finanzielles Risiko für uns bedeuten würde. Auch muss der Verwaltungsaufwand dafür über die Gebühren finanziert werden. Ausgleichen ließe sich dies nur durch erheblich höhere Kursgebühren und gerade als gemeinnützige Einrichtung legen wir Wert darauf, dass sich möglichst alle Interessenten die Kurse leisten können.
Wir verstehen Ihren Unmut sehr gut, möchten Sie jedoch bitten, auch unsere Argumentation nicht unberücksichtigt zu lassen.
Achtung während der Schwangerschaft!!!
Sollte es dazu kommen, dass eine werdende Mutter am Geburtsvorbereitungskurs nicht teilnehmen kann, weil der Arzt Bettruhe anordnet, werden die Kosten höchstwahrscheinlich NICHT zurückerstattet.
Es gibt nämlich KEIN Sonderrücktrittsrecht im Falle von Schwangerschaftskomplikationen.
Also selbst mit einem ärztlichen Attest müssen die vollen Kosten von Frau (und Mann) gezahlt werden. Einzige Ausnahme:
Sie können sich 14 Tage vor dem Kurs regulär abmelden (worauf das Kind im Bauch der Mutter jedoch selten Rücksicht nimmt) oder der Veranstalter (oder Sie selbst) finden jemanden, der den Platz einnimmt (und ich wage zu bezweifeln, dass sich der Veranstalter besonders darum bemüht, jemanden zu finden).
Gerade bei einem Geburtsvorbereitungskurs ist es regelrecht zynisch, dass im Falle von Komplikationen, die Frau voll zur Kasse gebeten wird.
Man stelle sich mal Folgendes vor: Ein junges Paar, mit geringem Einkommen, leistet sich diesen Kurs. Und nun treten Komplikationen auf, es gilt eine Frühgeburt zu verhindern, der Arzt ordnet sofortige Bettruhe an. Und jetzt dürfen die Pechvögel zusätzlich zu all den Sorgen um das Kind und die Mutter auch noch 200€ (Privat bis 300€) für NICHTS bezahlen.
Das ist einfach nur unterirdisch. Was für eine Enttäuschung, dass es auch dem so genannten Haus der FAMILIE - einem angeblich gemeinnützigen Verein - offensichtlich nur ums GELD geht. Denn wenn es ihnen auch ums Wohl unserer kleinen Familie gegangen wäre, hätten sie uns Pechvögeln das Geld (zumindest zum Teil) erstattet.