Unter Luxemburgern sicher DER Wallfahrtsort im Lande - international allerdings weit weniger bekannt. Die Geschichte in Kurzform: Ein Ritter van Klerf aus der Gegend (aus Girst) nahm am 7.ten Kreuzzug teil, der an der nordafrikanischen Küste vernichtend geschlagen wurde. Wer nicht getötet worden war, wurde als Sklave verkauft - so auch genannter Ritter. Mit Fußfesseln an Flucht gehindert wollte ihn sein "Herr" zum moslemischen Glauben zwingen - van Klerf weigerte sich jedoch standhaft. Dies hatte zur Folge, das er eines Tages so brutal misshandelt wurde, dass seine Beine brachen und er fortan nur noch an Krücken seine Arbeit verrichten konnte.
Eines Abends legte er sich in den Schatten eines Haselnussstrauches und betete zur heiligen Maria - er legte ein Gelübde ab, eine Kapelle in seiner Heimat zu bauen sollte er jemals dorthin zurückkehren können. Dann schlief er ein.
Am folgenden Morgen erwachte er ebenfalls unter einem Haselnussstrauch - in seiner Heimat und als gesunder Mann.
Er hielt sein Versprechen und ließ die Kapelle bauen - in dieser wurden Jahrhunderte lang seine Krücke und die eisernen Fussfesseln aufgehoben - letztere kann man noch heute in der Kapelle sehen, die Krücke allerdings hat den Jahrhunderten nicht standgehalten
Viele Nachforschungen wurden zur Entstehungsgeschichte der wunderschönen kleinen Kapelle angestellt - erstaunlicherweise ist keinerlei Verbindung zu einer Familie namens van Klerf aus dieser Zeit herzustellen. Sei es wie es sei - die Geschichte ist sehr schön, auch wenn sich neuerdings Gedanken entwickelt haben, die katholische Kirche hätte all dies erfunden um zu vertuschen, hier sei der heilige Gral von anderen Kreuzrittern versteckt worden. Ein schöner Gedanke und einige Zeichen in der uralten Ummauerung könnten tatsächlich Hinweise sein. Aber wer weiß das schon