Schlechte Organisation, Mails werden teilweise wochenlang nicht beantwortet, sehr theoretische Ausrichtung [von wegen FH's sind "praxisorientiert"]. Es wird mit der Aussage geworben, dass die Hochschule familienfreundlich sei. De facto wurde in keinster Weise Verständnis bei einem schweren Krankheitsfall in Verbindung mit zwei OP's innerhalb der Familie gezeigt, weshalb meine Prüfungsleistung in einem Fach nicht ausreichte und ein Härtefallantrag gestellt wurde. Laut Prüfungsamt seien alle Möglichkeiten erschöpft und so etwas wie ein Härtefallantrag sei nicht möglich. Der Professor der betreffenden Klausur, in der es zum wiederholten Nichtbestehen kam, gab mir recht und war ebenfalls der Meinung, dass gute Gründe vorlagen.
Das Prüfungsamt reagierte vor Antragstellung nicht auf e-Mails und brauchte 2 Wochen um auf eine Nachfrage bzgl. des ärztlich attestierten Wortlautes zu antworten. Damit ich etwas "in der Hand" gehabt hätte, brauchte ich jedoch eine Antwort per Mail.
Ein ärztliches Attest für die psychologischen Auswirkungen des Krankheitsfalls war beim Hausarzt nicht zu bekommen. In diesem Fall hätte auch kein Psychologe ausgereicht um Prüfungsunfähigkeit festzustellen. Tatsächlich ist es so, dass Psychologen keine Atteste ausstellen dürfen. Dazu bedarf es eines Psychiaters. Um hier überhaupt einen Termin zu bekommen, hätte man dort bereits in Behandlung sein müssen. Ein dortiger Termin gestaltete sich aufgrund der Kostenübernahme durch die Krankenkasse jedoch äußert schwierig und war zeitlich nicht möglich. Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse für einen entsprechenden Termin war ebenfalls nicht gewährleistet. Die Hochschule Koblenz wollte von all dem nichts wissen und antwortete lediglich per Brief-Einschreiben knapper Paragraphentexte, u.a. verfasst vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, der beruflich neben der Arbeit als Professor selbst ein Anwalt ist. Von Menschlichkeit und Familienfreundlichkeit also keine Spur!
Weshalb stellt das Prüfungsamt Studierende unter Generalverdacht? Wieso werden bei Härtefällen keine persönlichen Anhörungen vor dem Prüfungsausschuss durchgeführt? Wirft man dort ohnehin gebeutelten Menschen lieber Paragraphen / Uni-Bürokratie an den Kopf oder gibt es dort auch noch Menschen mit Herz und einem Gespür für Menschlichkeit?!
Darüber hinaus wird kein Verständnis für Studentinnen und Studenten aufgebracht, die nebenbei noch Geld verdienen müssen und mit anderen Problemen (Pendlerei, monatliche Kosten für die Krankenversicherung, ggf. teure Wohnung oder auch noch ein komplexer Krankheitsfall innerhalb der Familie) konfrontiert sind.
Das Thema BAföG wird oft anhand von Tricks schamlos ausgenutzt und Vermögensgrenzen werden des Öfteren von wohlhabenden Familien / Studies umgangen. Die Hochschule betreibt im Rahmen der Infoveranstaltungen zum Auslandssemester eine Politik des "der Staat wirft einem die Geldgeschenke nur so zu" wenn es um das Auslandssemester geht. Leider steht vielen Studies die nebenbei hart arbeiten, Geld sparen wo sie nur können und ihre Vermögensverhältnisse ehrlich angeben überhaupt kein BAföG zu. Sohn / Tochter einer wohlhabenden Arztfamilie scheint jedoch in so manchem Fall [wie auch immer so etwas gehen mag] in den Genuss des vollen Satzes kommen zu können. Tja vielleicht braucht man einfach nur einen guten Steuerberater?!
Es bleibt mir ein Rätsel, wie Sparer / nebenbei arbeitende auf diese Weise gefoltert und an anderer Stelle Studies die mit Tricks arbeiten bzw. es sich gut gehen lassen [Urlaub, iPhone, teure Kleidung] - also "Nichtsparer", vom Staat in diesem Ausmaß gefördert werden können.
Wer arbeiten geht, ehrlich ist und spart wird also, wie so oft in diesem Land, hart dafür bestraft.
Schöne moderne Hochschule, hier hätte ich auch gerne studiert.
Moderne Einrichtung, gute Cafeteria; fürs Studium insbesondere für EuI(Elektrotechnik & Informationstechnik) zu empfehlen!
Viele Vorlesungen des BWL-Studiums waren sehr theoretisch. Letztlich muss man sich die Frage stellen ob man bei diesem Studium überhaupt etwas sinnvolles mitnehmen konnte. Einige Professoren machten einen eher gelangweilten Eindruck und man merkte sofort, dass diese nicht wirklich für etwas "brennen". Hier gab es auch Professoren die mehrere Vorlesungen einfach frühzeitig, über eine Stunde vor eigentlichem Ende, beendeten und früher in Feierabend gingen (der Staat bezahlt den Spaß ja). Andererseits gab es auch einige gute Professoren die sehr wohl von praktischen Erfahrungsschätzen erzählen.
Alles in allem hat mich die Hochschulpolitik sehr enttäuscht. Wünschenswert wären verstärkt Treffen von Gründungsinitiativen, Querdenkern und Initiatoren die weniger auf gute Noten als viel mehr auf mutige Unternehmensgründungen und kreative Ideen aus sind. Praktische Arbeit scheint an dieser Hochschule nicht besonders gerne gesehen zu werden. Stattdessen werden Aussagen irgendwelcher Wirtschaftswissenschaftler als Optimum angesehen. Ziel: Möglichst viel Stoff in möglichst kurzer Zeit auswendig zu lernen, rauszukotzen und sich danach so zu betrinken, dass möglichst schnell wieder alles gelöscht wurde um den nächsten Stoff in sich stopfen zu können.
Keine interessanten Debatten, keine Foren mit innovativen Ansätzen, keine Vorträge von StartUps und bereits erfolgreichen Managern.
Die Hochschulpolitik macht einen ziemlich verstaubten Eindruck und ein modernes Hochschulgesetz welches heutigen Ansprüchen gerecht wird sucht man hier vergeblich.
Interessant auch Antworten einiger Professoren auf die Frage "wozu brauche ich dieses ganze Zeug eigentlich später im Unternehmen?" die mit einem "das werden Sie später nicht brauchendas wird halt nur hier gelehrt und später werden Sie dafür Programme einsetzen oder es wird gar nicht gebraucht werden" beantwortet wurden.
Nice
Eine gute Hochschule, besonders für Elektrotechnik.
Zu meiner Studienzeit kam leider der Studiengang Softwaretechnik nicht zu Stande, da es zu wenig Interessenten gab. Daher habe ich nach Giessen zur THM gewechselt und dort Informatik studiert.