Das Stadtpalais des Kaufmanns Joh. H. Striethorst nimmt eine Sonderstellung ein. Einst grenzte an die Südseite des Hauses ein kleiner Park. Der Eingang zur Stadtbücherei hat noch die alte Form eines Scheunentores, das damals in den Wagenschuppen führte. Als 1803 das Fürstentum Rheine-Wolbeck geschaffen wurde und Rheine zur Residenzstadt aufstieg, war das Stadtpalais nach einem Reisebericht von 1804 eine Sehenswürdigkeit: „Ich fand sogar den in Rheine belegenen Heilig-Geist-Platz, welcher vorhin bei regnichtem Wetter kaum zu passieren war. Statt der ehemaligen Hütten paradierten zwei prächtige Gebäude nebst Gärtner zur Verschönerung des Platzes. In dem einen dieser kleinen Paläste wohnt der Herr Stadt- und Landrichter Rothmann, in dem anderen ein wohlhabender Kaufmann, Joh. H. Striethorst.“
Bis zum Jahr 2007 war im Sträterschen Haus die Stadtbücherei Rheine zu finden.