Super praparierte Pisten, 1a
Veraltete Liftanlagen, schlecher Service, hohe Preise - das ist Realität in St. Moritz heute. Nur ein Beispiel: nach einem Liftausfall am letzten Skitag bin ich mit schmerzenden Schultern und defekten Skibelägen nach Hause. Eine sehr unschöne Erfahrung, Kulanz natürlich Null, dafür ellenlange Erklärungen, warum es zum Liftausfall kam. Vor Ort war natürlich niemand - selbst sehbehinderten Gästen wurde keinerlei Hilfe zuteil, nach 30 Minuten Fussweg auf unpräparierten Wegen ohne Wegweiser war man dann endlich am Ziel. Oder: zerissene Polsterungen und viel zu kleine Lifthauben, an denen man sich den Kopf ständig stösst. Alles Marke uralt, Investitionsstau pur (wo gehen eigentlich die ganzen TV-Gelder hin???). Während andere Gebiete seit Jahrzehnten beheizbare, tadellos funktionierende Anlagen und WLAN auf den Liften haben, herrscht in St. Moritz Funkstille. Ja, man ist satt und bequem geworden - und hätte es wohl am liebsten, wenn die Gäste am liebsten gar nicht mehr Ski fahren würden und einfach nur ihr Geld abliefern. Eine traurige Entwicklung - die noch von einem tollen Marketing überspielt wird - aber wehe, wenn mal die Grossanlässe und WMs vorbei oder ganz obsolet sind dann wird das grosse Heulen und Zähneklappern beginnen. Top of the World? Wenn dann nur in Sachen "Mehr Schein als Sein" - der Rest ist teurer Nepp und sein Geld in keiner Weise wert.
P.S.: Ich erwäge mir einen Anwalt zu nehmen, um wenigsten die Kosten für meine ruinierten Skibeläge geltend zu machen. Auch toll, wenn man genötigt wird, so vorzugehen und sich erst mal nach dem Urlaub juristisch beraten lassen muss.
Schmeckt super, ein Ausflug ins Engadin und dort essen lohnt sich.